Die ExxonMobil-Aktie steht für einen der größten börsennotierten Energiekonzerne der Welt. Die Exxon Mobil Corporation hat ihren Hauptsitz in Texas, USA, und ist an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Kürzel XOM notiert. Es handelt sich um eine gewöhnliche Aktie. Das Unternehmen ist ein integrierter Öl- und Gaskonzern: Es fördert Rohöl und Erdgas, verarbeitet sie in Raffinerien und stellt daraus Kraftstoffe, Schmierstoffe und Chemieprodukte her.
Das Geschäft gliedert sich im Kern in die Bereiche Upstream (Exploration und Förderung), Energy Products (Raffinerie und Vertrieb), Chemical Products (Basischemikalien und Kunststoffe) und Specialty Products (etwa Schmierstoffe und Spezialprodukte). Hinzu kommt der Bereich Low Carbon Solutions, der sich unter anderem mit CO2-Abscheidung und Wasserstoff befasst. Wichtige Fördergebiete sind unter anderem die USA und Guyana. Die Produkte werden weltweit abgesetzt.
Im Branchenvergleich gehört ExxonMobil zu den „Supermajors“. Wichtige Wettbewerber sind Chevron in den USA sowie Shell, BP und TotalEnergies in Europa. Der Konzern ist tief integriert, was bei schwankenden Rohstoffpreisen einen gewissen Ausgleich zwischen Förderung und Weiterverarbeitung ermöglicht. Die Größe verschafft Vorteile bei Großprojekten, Kapitalzugang und Kosten.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte ExxonMobil einen Umsatz von 289,1 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 25,7 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 8,9 %. Das Unternehmen beschäftigt 57.900 Mitarbeiter, gemessen am Umsatz eine relativ schlanke Belegschaft, was zum kapitalintensiven Geschäftsmodell passt. Die Bewertung des Konzerns ist im Branchenvergleich eher anspruchsvoll, und die Marktkapitalisierung gehört zu den größten im Energiesektor.
Bei der Dividende verfolgt ExxonMobil eine moderate, aber verlässliche Politik. Der Konzern ist für eine lange Tradition regelmäßiger Ausschüttungen bekannt und nutzt zusätzlich Aktienrückkäufe, um Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Die Höhe hängt jedoch von Cashflow und Rohstoffpreisen ab.
Chancen liegen in der starken Bilanz, der Integration der Wertschöpfungskette, kostengünstigen Förderprojekten und der Möglichkeit, Geld aus Förderung und Chemie zu verdienen. Zu den Risiken zählen die hohe Abhängigkeit von Öl- und Gaspreisen, geopolitische Spannungen, strengere Klimaregulierung, ein möglicher langfristiger Nachfragerückgang nach fossilen Energien sowie Währungsrisiken für Anleger im Euroraum, da die Aktie in US-Dollar gehandelt wird.
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