Die Eli-Lilly-Aktie steht für einen der größten Pharmakonzerne der Welt. Eli Lilly and Company hat seinen Hauptsitz in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana und ist an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Kürzel LLY notiert. Es handelt sich um eine gewöhnliche Aktie. Das Unternehmen wurde 1876 gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt verschreibungspflichtige Arzneimittel für den Weltmarkt.
Das Portfolio konzentriert sich auf mehrere Therapiegebiete. Besonders bekannt sind Medikamente gegen Diabetes und Adipositas, darunter Mounjaro und Zepbound mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Hinzu kommen Präparate in der Onkologie, der Immunologie und den Neurowissenschaften, etwa zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit. Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt, daneben ist Lilly in Europa, Japan und China vertreten. Die starke Nachfrage nach Abnehm- und Diabetesmitteln hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark wachsen lassen und zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt gemacht.
Im Wettbewerb steht Eli Lilly mit globalen Pharmagrößen wie Novo Nordisk, Pfizer, Merck & Co., AbbVie, Novartis, Roche und AstraZeneca. Im Markt für Diabetes- und Adipositasmittel ist Novo Nordisk der wichtigste direkte Konkurrent. Der Erfolg hängt in dieser Branche stark von der Forschungspipeline, von Zulassungen und vom Patentschutz ab.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Eli Lilly einen Umsatz von 57,5 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 18,2 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 32 Prozent, was für die Pharmabranche ein sehr hoher Wert ist. Das Unternehmen beschäftigt etwa 50.000 Mitarbeiter.
Bei der Dividende ist die Eli-Lilly-Aktie eher niedrig einzustufen. Das Unternehmen schüttet seit vielen Jahren regelmäßig aus und hat die Dividende häufig erhöht, die laufende Rendite fällt wegen der hohen Bewertung der Aktie jedoch gering aus. Anleger setzen hier vor allem auf Kurswachstum.
Chancen liegen in der anhaltend hohen Nachfrage nach Therapien gegen Adipositas und Diabetes, in einer breiten Pipeline und in der Ausweitung auf weitere Indikationen. Risiken sind die hohe Abhängigkeit von wenigen Kernprodukten, zunehmender Wettbewerb und Preisdruck, vor allem in den USA, sowie regulatorische Eingriffe und mögliche Rückschläge bei klinischen Studien. Zudem preist die hohe Bewertung viel Erfolg bereits ein, sodass Enttäuschungen die Aktie stark belasten können. Als US-Titel unterliegt sie für Anleger im Euroraum auch Währungsschwankungen.
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