Die NVIDIA-Aktie verbrieft Anteile an der NVIDIA Corporation mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Das Unternehmen ist an der NASDAQ notiert und gehört zum Technologiesektor. NVIDIA entwickelt Grafikprozessoren (GPUs) und darauf aufbauende Systeme, Netzwerktechnik und Software. Die Chips werden nicht selbst gefertigt, sondern bei externen Auftragsfertigern produziert.
Das Geschäft gliedert sich im Kern in die Bereiche Compute & Networking und Graphics. Zum ersten gehören Beschleuniger und Systeme für Rechenzentren, die vor allem für das Training und den Betrieb von KI-Modellen eingesetzt werden, sowie Netzwerkkomponenten und Plattformen für Fahrzeuge. Zum zweiten zählen die GeForce-Grafikkarten für Spieler, Lösungen für professionelle Visualisierung und Software für Grafikanwendungen. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist die Softwareplattform CUDA, die Entwickler eng an die NVIDIA-Hardware bindet. Wichtigste Märkte sind die USA, Asien und Europa.
Im Sektor gilt NVIDIA als führender Anbieter von KI-Beschleunigern und zählt zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Wettbewerber sind unter anderem AMD und Intel sowie Broadcom bei kundenspezifischen Chips. Zudem entwickeln große Cloud-Anbieter wie Google und Amazon eigene KI-Prozessoren, die teilweise in Konkurrenz zu NVIDIA-Produkten stehen.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte NVIDIA einen Umsatz von 190,6 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 106,0 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 55,6 Prozent, ein außergewöhnlich hoher Wert, der die starke Preissetzungsmacht im Rechenzentrumsgeschäft widerspiegelt. Das Unternehmen beschäftigt rund 42.000 Mitarbeiter. Gemessen an Umsatz und Gewinn je Beschäftigtem ist es damit sehr schlank aufgestellt.
Bei der Dividende hält sich NVIDIA zurück: Es wird eine Dividende gezahlt, sie fällt aber im Verhältnis zum Aktienkurs niedrig aus. Gewinne fließen vor allem in Forschung, Entwicklung und Wachstum sowie in Aktienrückkäufe. Anleger sollten die Aktie daher eher als Wachstums- denn als Dividendenwert betrachten.
Chancen für Aktionäre liegen im anhaltenden Ausbau von KI-Infrastruktur, in der starken Marktstellung samt Software-Ökosystem und in neuen Anwendungsfeldern wie Robotik und autonomem Fahren. Risiken sind die starke Abhängigkeit von wenigen sehr großen Kunden, die zyklische Nachfrage nach Rechenzentrumsinvestitionen, Exportbeschränkungen etwa gegenüber China sowie die Abhängigkeit von Fertigungspartnern in Asien. Hinzu kommen wachsende Konkurrenz durch Eigenentwicklungen der Kunden und eine insgesamt anspruchsvolle Bewertung, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Bei einer Aktie in US-Dollar spielen zudem Währungsschwankungen eine Rolle.
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