Walmart ist der größte Einzelhändler der Welt und hat seinen Hauptsitz in Bentonville im US-Bundesstaat Arkansas. Das Unternehmen betreibt Supermärkte, Großmärkte und Online-Shops. Das Angebot reicht von Lebensmitteln über Haushaltswaren und Elektronik bis zu Kleidung. Die Walmart-Aktie ist eine gewöhnliche Aktie und wird an der NASDAQ gehandelt.
Das Geschäft gliedert sich im Kern in drei Bereiche: Walmart U.S., Walmart International und Sam's Club. Walmart U.S. ist der mit Abstand wichtigste Markt. International ist der Konzern unter anderem in Mexiko, Kanada und China aktiv. Sam's Club ist eine Kette von Mitgliedermärkten im Großhandelsformat. Dazu kommen der E-Commerce, ein Marktplatz für Drittanbieter und Werbegeschäft. Walmart setzt auf niedrige Preise im Alltag und ein dichtes Filialnetz, das auch für Lieferung und Abholung genutzt wird.
Im Sektor Basiskonsumgüter ist Walmart eine der prägenden Größen. Wichtige Wettbewerber sind in den USA Costco und Target sowie Kroger bei Lebensmitteln. Im Onlinehandel konkurriert das Unternehmen vor allem mit Amazon. Walmart verbindet Größe im Einkauf mit einer breiten Marktabdeckung, was Preisvorteile ermöglicht.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Walmart einen Umsatz von 629,5 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 19,3 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 3,1 Prozent. Das ist für den Lebensmittel- und Discounthandel typisch: Die Margen sind niedrig, der Gewinn entsteht über das enorme Volumen. Mit rund 2.100.000 Mitarbeitern zählt Walmart zu den größten privaten Arbeitgebern der Welt.
Bei der Dividende verfolgt Walmart eine verlässliche, aber eher niedrige Ausschüttungspolitik. Die Rendite fällt im Vergleich zu vielen anderen defensiven Werten gering aus. Anleger erhalten also vor allem durch die Entwicklung des Unternehmens Wertperspektiven. Die Bewertung der Aktie ist im Vergleich zum Sektor hoch.
Chancen liegen im Ausbau von E-Commerce, Werbegeschäft und Mitgliedschaftsmodellen sowie in der defensiven Natur des Geschäfts, da Lebensmittel auch in schwachen Konjunkturphasen gefragt sind. Risiken sind der intensive Preiswettbewerb, die geringen Margen, steigende Lohn- und Logistikkosten, Abhängigkeit vom US-Markt, Handels- und Zollthemen sowie Währungseffekte für Anleger im Euroraum. Die hohe Bewertung kann die Aktie zudem anfällig für Enttäuschungen machen.
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