VICI Properties Inc. ist ein börsennotierter Immobilienkonzern aus den USA, der als Real Estate Investment Trust (REIT) organisiert ist. Der Sitz des Unternehmens ist in New York. Die VICI-Aktie ist eine gewöhnliche Aktie und wird an der New Yorker Börse NYSE gehandelt. Das Unternehmen gehört zu den größten Eigentümern von Immobilien der Gaming-, Hospitality- und Unterhaltungsbranche.
Das Geschäftsmodell ist darauf ausgelegt, Immobilien langfristig zu vermieten. VICI besitzt unter anderem bekannte Casino-Resorts in Las Vegas, darunter Caesars Palace und den MGM Grand, sowie zahlreiche regionale Spielbanken in den USA. Betrieben werden die Häuser nicht von VICI selbst, sondern von Mietern wie Caesars Entertainment und MGM Resorts. Diese zahlen auf Basis langfristiger Triple-Net-Mietverträge, bei denen der Mieter Instandhaltung, Versicherung und Steuern trägt. Hinzu kommen Beteiligungen an Krediten sowie weitere Immobilien außerhalb des Glücksspiels. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem US-Markt.
Im Sektor Immobilien steht VICI vor allem im Wettbewerb mit GLPI (Gaming and Leisure Properties), dem zweiten großen Casino-REIT, sowie allgemein mit anderen Net-Lease-REITs wie Realty Income. Im Bereich Gaming-Immobilien zählt VICI zu den führenden Gesellschaften.
Die Kennzahlen des letzten Geschäftsjahres zeigen ein sehr schlankes Modell: Der Umsatz lag bei 3,5 Mrd. Euro, der Nettogewinn bei 2,4 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 69 Prozent, ein für Vermieter mit Triple-Net-Verträgen typisch hoher Wert. Das Unternehmen beschäftigt nur 28 Mitarbeiter, weil es kaum operatives Geschäft betreibt und im Kern Immobilien und Mietverträge verwaltet.
Bei der Dividende verfolgt VICI als REIT eine ausschüttungsorientierte Politik. REITs müssen in den USA einen großen Teil ihres steuerpflichtigen Gewinns an die Aktionäre ausschütten, daher fällt die Dividende der VICI-Aktie hoch aus. Für Anleger in Deutschland sind Quellensteuer und steuerliche Behandlung von US-Dividenden zu beachten.
Chancen liegen in den langfristigen Mietverträgen mit teils an die Inflation gekoppelten Mietsteigerungen, in der Marktstellung bei Gaming-Immobilien und in möglichen Zukäufen. Risiken sind die starke Abhängigkeit von wenigen Großmietern, insbesondere Caesars und MGM, die Konzentration auf Glücksspiel und Las Vegas, sowie die Zinsempfindlichkeit: Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung und können die Bewertung von REITs belasten. Auch Währungsschwankungen zwischen Dollar und Euro wirken sich auf Anleger aus dem Euroraum aus.
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