Bei dem unter dem Kürzel SNY an der NASDAQ gehandelten Papier handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Aktie, sondern um ein American Depositary Receipt (ADR). Es verbrieft Anteile an der Sanofi S.A. mit Sitz in Paris und wird in US-Dollar gehandelt. Die Stammaktie des Unternehmens ist zusätzlich an der Euronext Paris notiert. Die Sanofi-Aktie in Form des ADR bietet Anlegern daher einen Zugang zum Unternehmen über die US-Börse.
Sanofi ist einer der großen globalen Pharmakonzerne und entwickelt, produziert und vertreibt verschreibungspflichtige Medikamente sowie Impfstoffe. Zu den Schwerpunkten zählen Immunologie und Entzündungskrankheiten, seltene Erkrankungen, Neurologie, Onkologie und Impfstoffe. Der Antikörper Dupixent gilt als wichtigster Wachstumstreiber des Konzerns. Sanofi ist weltweit tätig, wichtige Absatzmärkte sind die USA, Europa und China. Im Impfstoffgeschäft zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern, unter anderem bei Grippeimpfstoffen.
Im Wettbewerb steht Sanofi mit anderen großen Pharmakonzernen wie Pfizer, Novartis, Roche, GlaxoSmithKline, AstraZeneca und Merck & Co. Im Impfstoffmarkt sind vor allem GSK, Pfizer und Merck wichtige Konkurrenten. Als europäischer Branchenschwergewicht verfügt Sanofi über eine breite Produktpalette und eine umfangreiche Forschungs-Pipeline.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Sanofi einen Umsatz von 41,2 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 6,9 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 16,7 Prozent, ein solides Niveau für einen diversifizierten Pharmakonzern. Das Unternehmen beschäftigt 76.493 Mitarbeiter. Die Marktbewertung ist insgesamt die eines etablierten Branchenriesen, nicht die eines Wachstumswerts mit hohem Bewertungsaufschlag.
Bei der Dividende gilt Sanofi als verlässlicher Zahler. Das Unternehmen schüttet traditionell jährlich eine Dividende aus, die im Branchenvergleich eher hoch ausfällt. Da die Ausschüttung in Euro erfolgt, wirken sich beim ADR Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar auf den Ertrag aus. Zudem kann auf Dividenden von französischen Unternehmen Quellensteuer anfallen.
Chancen für Anleger liegen in der starken Stellung bei Immunologie und Impfstoffen, der breiten Aufstellung und der stabilen Profitabilität. Risiken sind die große Abhängigkeit von Dupixent, auslaufende Patente und damit Konkurrenz durch Nachahmerprodukte, der Preisdruck im Gesundheitswesen, insbesondere in den USA, sowie Rechtsstreitigkeiten wie die Produkthaftungsverfahren rund um Zantac. Hinzu kommen Rückschläge in der klinischen Entwicklung, die bei Pharmawerten stets möglich sind.
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