Die Mastercard-Aktie ist ein Anteil an einem der weltweit größten Zahlungsnetzwerke. Mastercard Incorporated hat seinen Sitz in Purchase im US-Bundesstaat New York und ist an der New Yorker Börse (NYSE) notiert. Es handelt sich um eine gewöhnliche Aktie.
Das Unternehmen betreibt ein globales Netzwerk, über das Kartenzahlungen zwischen Händlern, Banken und Verbrauchern abgewickelt werden. Mastercard ist dabei keine Bank: Das Unternehmen gibt in der Regel selbst keine Karten aus und vergibt keine Kredite. Die Karten werden von Banken und anderen Finanzinstituten herausgegeben. Mastercard verdient vor allem an Gebühren für die Abwicklung und Verarbeitung von Transaktionen, an grenzüberschreitenden Zahlungen sowie an Zusatzdiensten wie Datenanalyse, Betrugsprävention, Cybersicherheit und Lösungen für Bezahlen per Smartphone und Online. Das Geschäft ist weltweit aufgestellt, mit starker Präsenz in Nordamerika und Europa sowie wachsender Bedeutung in anderen Regionen.
Im Wettbewerb steht Mastercard vor allem mit Visa, mit dem es sich den Markt für Kartennetzwerke weitgehend teilt. Weitere Konkurrenten sind American Express, das als geschlossenes System arbeitet, sowie digitale Zahlungsanbieter wie PayPal oder Block und regionale Systeme, etwa nationale Echtzeit-Zahlungsverfahren.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Mastercard einen Umsatz von 29,1 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 13,3 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 46 Prozent, ein außergewöhnlich hoher Wert, der das kapitalarme, skalierbare Netzwerkmodell widerspiegelt. Das Unternehmen beschäftigt 39.800 Mitarbeiter. Die Bewertung der Mastercard-Aktie liegt hoch, und das Unternehmen zählt zu den wertvollsten Finanzunternehmen der Welt. Die Dividende fällt eher niedrig aus; Mastercard zahlt regelmäßig, nutzt aber einen erheblichen Teil der Gewinne für Aktienrückkäufe.
Chancen für Aktionäre liegen in der fortschreitenden Verlagerung von Bargeld zu elektronischen Zahlungen, im E-Commerce, im Ausbau von Zusatzdiensten und in der hohen Profitabilität. Risiken bestehen in regulatorischem Druck, etwa auf Interbankenentgelte, sowie in laufenden Rechtsstreitigkeiten mit Händlern. Hinzu kommen neue Zahlungsmethoden, die das klassische Kartennetz umgehen könnten, die Abhängigkeit vom Konsum und vom Reiseverkehr sowie Währungsschwankungen. Die hohe Bewertung der Mastercard-Aktie lässt zudem wenig Spielraum für Enttäuschungen.
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