Die JPMorgan-Aktie steht für die größte Bank der USA nach Bilanzsumme. JPMorgan Chase & Co. hat seinen Hauptsitz in New York und ist an der New Yorker Börse (NYSE) notiert. Es handelt sich um eine gewöhnliche Aktie. Der Konzern zählt zu den global systemrelevanten Banken und gehört zu den wertvollsten Finanzunternehmen der Welt.
Das Geschäftsmodell ist breit aufgestellt. Im Privatkundengeschäft (Consumer & Community Banking) bietet JPMorgan unter der Marke Chase Girokonten, Kreditkarten, Hypotheken und Anlageprodukte an. Die Corporate & Investment Bank umfasst Investmentbanking, Handel mit Wertpapieren sowie Zahlungsverkehr und Wertpapierdienstleistungen für Unternehmen und Institutionen. Hinzu kommt die Vermögens- und Fondsverwaltung (Asset & Wealth Management) für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger. Der wichtigste Markt sind die USA, das Geschäft ist aber weltweit ausgerichtet.
Im Wettbewerb steht JPMorgan in den USA vor allem mit Bank of America, Citigroup und Wells Fargo, im Investmentbanking und Handel mit Goldman Sachs und Morgan Stanley. International konkurrieren europäische Häuser wie die Deutsche Bank, UBS oder BNP Paribas. Größe, Kapitalstärke und die Kombination aus Privat- und Firmenkundengeschäft gelten als Wettbewerbsvorteile.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte JPMorgan einen Umsatz von 246,9 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 50,4 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 20 Prozent, was für eine Bank dieser Größe ein hohes Niveau ist. Das Unternehmen beschäftigt 320.560 Mitarbeiter. Die Dividendenpolitik lässt sich als moderat beschreiben: JPMorgan schüttet regelmäßig und verlässlich aus, behält aber einen erheblichen Teil der Gewinne ein und nutzt zusätzlich Aktienrückkäufe, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.
Chancen für Aktionäre liegen in der starken Marktstellung, der breiten Diversifikation über mehrere Geschäftsfelder, der hohen Profitabilität und der Investitionskraft, etwa in Technologie. Risiken bestehen in der Zinsabhängigkeit des Geschäfts, in Kreditausfällen bei einer Konjunkturschwäche, in schwankenden Erträgen im Kapitalmarktgeschäft sowie in strenger Regulierung und möglichen Rechtsstreitigkeiten. Als US-Aktie unterliegt sie zudem für Anleger im Euroraum einem Wechselkursrisiko. Die Bewertung sollten Anleger stets im Vergleich zu anderen Banken betrachten.
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