Johnson & Johnson ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Hauptsitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey. Die Aktie wird an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Kürzel JNJ gehandelt. Die Johnson-&-Johnson-Aktie ist eine gewöhnliche Aktie und gehört seit langem zu den bekanntesten Standardwerten im Gesundheitssektor.
Das Geschäft des Konzerns konzentriert sich heute auf zwei Bereiche: innovative Arzneimittel (Innovative Medicine) und Medizintechnik (MedTech). Das Pharmageschäft umfasst verschreibungspflichtige Medikamente, unter anderem in Feldern wie Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften. Die Medizintechnik deckt Produkte etwa für die Chirurgie, die Orthopädie und die Herz-Kreislauf-Medizin ab. Das frühere Geschäft mit rezeptfreien Konsumgütern wurde als eigenständiges Unternehmen abgespalten. Wichtigster Einzelmarkt sind die USA, daneben ist J&J in Europa und Asien stark vertreten.
Im Branchenvergleich zählt Johnson & Johnson zu den größten und breitest aufgestellten Gesundheitskonzernen der Welt. Im Pharmabereich konkurriert das Unternehmen mit Schwergewichten wie Pfizer, Merck & Co., Novartis, Roche und AbbVie. In der Medizintechnik treffen die Amerikaner unter anderem auf Medtronic, Stryker, Abbott und Siemens Healthineers. Die Kombination aus Pharma und Medizintechnik verteilt das Risiko breiter als bei reinen Pharmaunternehmen.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Johnson & Johnson einen Umsatz von 83,1 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 23,7 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 28,5 Prozent, die für einen Konzern dieser Größe sehr hoch ist. Das Unternehmen beschäftigt 141.700 Mitarbeiter. Bei der Dividende verfolgt J&J eine verlässliche, über viele Jahre gesteigerte Ausschüttungspolitik; die Rendite fällt moderat aus. Die Bewertung der Aktie ist im historischen und sektorweiten Vergleich eher hoch.
Chancen für Aktionäre liegen in der breiten Aufstellung, der starken Pipeline neuer Medikamente, dem stabilen Cashflow und der defensiven Natur des Gesundheitsmarkts. Risiken bestehen im Ablauf von Patenten wichtiger Medikamente, im Preisdruck der Gesundheitspolitik, vor allem in den USA, sowie in Rechtsstreitigkeiten und Produkthaftungsklagen, die das Unternehmen wiederholt belasten. Hinzu kommen Währungseffekte für Anleger im Euroraum, da die Aktie in US-Dollar notiert.
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