Intel ist einer der bekanntesten Halbleiterkonzerne der Welt und hat seinen Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Die Intel-Aktie ist eine gewöhnliche Aktie und an der NASDAQ in den USA notiert. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Prozessoren und verwandte Chips, die in Personalcomputern, Notebooks, Servern und Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Das Kerngeschäft sind x86-Prozessoren für Clients (PCs) und für Rechenzentren. Dazu kommen Produkte für Netzwerk- und Edge-Anwendungen. Außerdem baut Intel ein Auftragsfertigungsgeschäft auf (Intel Foundry), in dem Chips auch für fremde Kunden hergestellt werden sollen. Anders als viele Wettbewerber entwirft Intel Chips nicht nur, sondern betreibt auch eigene Fabriken. Wichtige Märkte sind die USA, Asien und Europa.
Im Sektor steht Intel traditionell an der Spitze bei PC- und Server-Prozessoren, steht aber unter hohem Wettbewerbsdruck. AMD hat im PC- und Servergeschäft Marktanteile gewonnen. Im Bereich KI-Beschleuniger dominiert NVIDIA. Als Auftragsfertiger konkurriert Intel mit TSMC und Samsung, die technologisch und beim Kundenstamm als führend gelten.
Im zuletzt berichteten Geschäftsjahr erzielte Intel einen Umsatz von 46,7 Mrd. Euro. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 236 Mio. Euro, was einer leicht negativen Nettomarge von rund minus 0,5 Prozent entspricht. Das Unternehmen beschäftigt etwa 85.100 Mitarbeiter. Der Konzern ist trotz des Verlusts sehr groß und gehört nach Börsenwert weiterhin zu den bedeutenden Technologiewerten. Da kein Gewinn erzielt wurde, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis wenig aussagekräftig.
Eine Dividende zahlt Intel derzeit nicht. Die Dividendenpolitik ist damit faktisch ausgesetzt, Mittel fließen vorrangig in Investitionen in Fabriken und Technologie. Chancen für Aktionäre liegen in einem erfolgreichen Ausbau der Foundry-Sparte, der politischen Unterstützung für Chipfertigung in den USA und Europa sowie in einer Erholung der Profitabilität. Risiken sind der hohe Investitionsbedarf, Verzögerungen bei neuen Fertigungstechnologien, der Verlust von Marktanteilen an AMD und andere Anbieter, die schwache Stellung bei KI-Chips sowie die Schwankungen des Halbleiterzyklus. Anleger sollten zudem das Währungsrisiko beachten, da die Aktie in US-Dollar notiert.
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