Die Deutsche Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist das größte Kreditinstitut Deutschlands und eine der bekanntesten Banken Europas. Die Deutsche Bank-Aktie ist eine gewöhnliche Aktie. Das hier betrachtete Papier mit dem Symbol DB wird an der New York Stock Exchange gehandelt, in Deutschland ist die Aktie ebenfalls an Börsenplätzen handelbar. Das Institut wurde 1870 gegründet und ist international tätig, mit Schwerpunkten in Europa, Amerika und Asien.
Das Geschäft ist in mehrere Bereiche gegliedert: die Unternehmensbank mit Zahlungsverkehr, Handelsfinanzierung und Cash-Management für Firmenkunden, die Investmentbank mit Handel, Emissionen und Beratung, die Privatkundenbank mit dem Heimatmarkt Deutschland sowie die Vermögensverwaltung DWS. Die Erträge stammen damit sowohl aus dem klassischen Zinsgeschäft als auch aus Provisionen und dem Kapitalmarktgeschäft.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte die Deutsche Bank einen Umsatz von 53,7 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 6,1 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 11 Prozent. Bei Banken ist der Umsatz wegen Zinserträgen und Zinsaufwand nur eingeschränkt mit dem anderer Branchen vergleichbar. Das Unternehmen beschäftigt 89.879 Mitarbeiter. Die Bewertung der Aktie fällt im Vergleich zu vielen anderen Branchen eher niedrig aus, wie es bei europäischen Banken häufig der Fall ist.
Im Wettbewerb steht die Deutsche Bank im Heimatmarkt unter anderem mit der Commerzbank, den Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie der Postbank-Tochter im eigenen Konzern. International konkurriert sie im Investmentbanking mit US-Häusern wie Goldman Sachs und JPMorgan sowie mit europäischen Banken wie BNP Paribas, UBS oder Barclays. Im Investmentbanking spielt sie eine wichtige, aber gegenüber den US-Marktführern kleinere Rolle.
Die Dividendenpolitik lässt sich als moderat beschreiben. Die Bank schüttet einen Teil des Gewinns aus und nutzt zusätzlich Aktienrückkäufe, die Höhe hängt von Ergebnis und Kapitalanforderungen ab. Chancen für Aktionäre liegen in der starken Stellung im Firmenkundengeschäft, im Kostenmanagement und in einem Zinsumfeld, das das Zinsergebnis stützen kann. Risiken sind die Abhängigkeit vom Kapitalmarktgeschäft, konjunkturelle Schwankungen mit möglichen Kreditausfällen, strenge Regulierung, Rechtsstreitigkeiten sowie die Vergangenheit mit hohen Strafzahlungen. Die Deutsche Bank-Aktie reagiert zudem oft deutlich auf Stimmungswechsel am Finanzmarkt.
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