ASML ist ein niederländischer Technologiekonzern mit Hauptsitz in Veldhoven. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Lithografiesysteme, mit denen Chiphersteller Schaltkreise auf Siliziumscheiben (Wafer) abbilden. Die ASML-Aktie ist an der Euronext Amsterdam und an der NASDAQ in den USA notiert und gehört zu den bedeutendsten Titeln des europäischen Technologiesektors.
Das Geschäftsmodell besteht im Verkauf von Anlagen sowie in Service, Upgrades und Software für die installierte Basis. Zum Angebot gehören Systeme der DUV-Technik (Tiefes Ultraviolett) und die EUV-Lithografie (Extremes Ultraviolett), die für die Herstellung modernster Chips unverzichtbar ist. Bei EUV-Systemen gilt ASML als einziger Anbieter weltweit. Zu den Kunden zählen die großen Hersteller von Logik- und Speicherchips, vor allem in Asien, Europa und den USA.
Im Sektor nimmt ASML eine Schlüsselstellung als Ausrüster der Halbleiterindustrie ein. Bei Lithografiesystemen sind Nikon und Canon die wichtigsten Wettbewerber, vor allem im Bereich älterer Technologien. Im weiteren Umfeld der Chipausrüstung konkurrieren Unternehmen wie Applied Materials, Lam Research oder Tokyo Electron, die jedoch andere Prozessschritte abdecken. Die technologische Führungsrolle und hohe Eintrittsbarrieren sind ein zentrales Argument für das Unternehmen.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte ASML einen Umsatz von 28,8 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 8,5 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 30 Prozent, was für einen Maschinenbauer sehr hoch ist. Das Unternehmen beschäftigt 43.938 Mitarbeiter. Die Dividendenpolitik ist moderat bis niedrig: ASML schüttet regelmäßig Dividenden aus, die Ausschüttungsrendite fällt jedoch gering aus, weil die Bewertung hoch ist und das Unternehmen stark in Forschung und Entwicklung investiert.
Chancen für Aktionäre liegen im langfristigen Wachstum der Halbleiternachfrage, etwa durch künstliche Intelligenz, Rechenzentren und Elektronik im Auto, sowie in der Monopolstellung bei EUV. Risiken sind die zyklische Nachfrage der Chipindustrie, die Abhängigkeit von wenigen großen Kunden, geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen, vor allem im Handel mit China, sowie komplexe Lieferketten. Die hohe Bewertung macht die Aktie zudem anfällig für Kursrückschläge, wenn Erwartungen enttäuscht werden.
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