Die Ares-Capital-Aktie steht für die Ares Capital Corporation, die größte börsennotierte Business Development Company (BDC) der USA. Es handelt sich um eine Aktie eines Unternehmens, das als geschlossener Fonds für Unternehmensfinanzierungen organisiert ist und an der NASDAQ gehandelt wird. Verwaltet wird Ares Capital von einer Tochtergesellschaft von Ares Management; der Sitz des Unternehmens liegt in New York.
Das Geschäftsmodell besteht in der Vergabe von Krediten an mittelständische Unternehmen in den USA. Dazu gehören vor allem vorrangig besicherte Darlehen (Senior Secured Loans), aber auch nachrangige Kredite und in kleinerem Umfang Beteiligungen. Diese Unternehmen haben oft keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bankkrediten oder dem Anleihemarkt, häufig sind sie im Besitz von Private-Equity-Gesellschaften. Ares Capital verdient hauptsächlich Zinserträge aus dem Kreditportfolio. Daneben fallen Gebühren und Dividenden an. Das Portfolio ist breit über viele Branchen gestreut.
Im Sektor Private Credit konkurriert Ares Capital mit anderen börsennotierten BDCs wie Main Street Capital, Blue Owl Capital Corporation oder Golub Capital BDC. Hinzu kommen nicht börsennotierte Kreditfonds großer Vermögensverwalter und Banken. Als größte BDC profitiert das Unternehmen von seiner Größe, vom Zugang zur Ares-Plattform und von günstigen Finanzierungskonditionen.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Ares Capital einen Umsatz von 2,0 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 1,1 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 55 Prozent, die für ein Kreditgeschäft ohne Filialnetz hoch ist. Das Unternehmen beschäftigt 4.250 Mitarbeiter laut Angaben. Die Bewertung der Ares-Capital-Aktie liegt im Branchenvergleich moderat.
Bei der Dividende ist Ares Capital sehr ausschüttungsstark. Als BDC muss das Unternehmen den größten Teil seiner steuerpflichtigen Erträge an die Aktionäre ausschütten, um steuerlich begünstigt zu bleiben. Die Dividendenpolitik ist daher hoch und für viele Anleger der Hauptgrund für ein Investment. Zu beachten ist, dass die Ausschüttung vom Zinsniveau und von den Kreditergebnissen abhängt und nicht garantiert ist.
Chancen liegen im anhaltenden Wachstum des Private-Credit-Markts, in der Marktstellung und in der breiten Diversifikation. Risiken sind Kreditausfälle bei konjunkturellen Abschwüngen, sinkende Zinsen, die die Erträge aus variabel verzinsten Krediten schmälern, sowie die Bewertung nicht börsennotierter Kredite. Auch der Einsatz von Fremdkapital und der zunehmende Wettbewerb um Kreditnehmer können die Margen belasten. Deutsche Anleger sollten außerdem Quellensteuer und Währungsrisiken des US-Dollars beachten.
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